Lösungen für die Kindersicherheit am Schul-Laptop:
ergänzend dazu siehe auch die Empfehlungen von Harald (der andere Elternvertreter der 1A), hier: Schul-PC
1) ändere die DNS-Server am Laptop!
(Warum hilft das? Was ist DNS? siehe weiter unten, Text in rot!)
- Clicke auf dem Download Knopf und lade die Datei OpenDNS.zip auf den Schul-Laptop und öffne sie dann dort, durch Doppelklick.
- Ziehe beide Dateien die drinnen sind, heraus aus dem ZIP-Datei-Fenster irgendwo auf Dein Bildschirm, zB. am Desktop. Wichtig ist, dass sie zusammen bleiben 🙂
Die Dateien heissen:
START OpenDNS einstellen.bat
script OpenDNS.ps1 - clicke auf „START OpenDNS einstellen“ und warte.
Es gehen erst ein schwarzes und dann ein blaues fenster auf (Eventuelle Sicherheits-Warnungen kannst Du ruhig mit „ja“ („erlauben!“) beantworten, denn dieses kleine Script/App macht nichts Schlimmes.), dann kommt ein Fenster, wo Du gefragt wirst, ob Du die DNS auf OpenDNS verändern willst, oder ob Du sie zurücksetzen willst auf die Standard-Version. Clicke auf „OpenDNS EIN“-Knopf.
Erledigt. Du kannst alle offenen Fenster schliessen!
Sooft Du aus irgendwelchem grund die DNS wieder ändern willst, musst Du nur nochmals dasselbe tun, und eins der zwei Knöpfe drücken. Manchmal kann es sein, dass OpenDNS „gute“ Internetseiten blockiert. Dann kannst Du die DNS auf die standard-Version zurückstellen (wo nichts gefiltert wird – klicke auf „OpenDNS AUS“ Knopf).
Du kannst die effizienz der eingestellten DNS-Filter und die sicherheit des schullaptops beim browsen des internets auf dieser webseite testen: Testfiltering.com (nur Englisch)
Erklärung zu DNS:
OpenDNS Family Shield (wurde uns von Harald empfohlen, danke!) ist ein spezieller DNS server, er filtert alle „schlimmen“ Webseiten heraus und lässt Dich nur diejenigen besuchen, die kindersicher sind. Selbstverständlich kann man nicht alle „bösen“ Seiten herausfiltern, aber sehr viele davon werden dadurch blockiert. Dies hilft immer, auch wenn Du sonstige, aufwendigere Kinder-Sicherheiten am Laptop zusätzlich installierst.
DNS = Domain Name Server, es sind eine Art große Listen die zu jeder Internetadresse (zB ORF.at) eine Serveradresse zuordnen (zB 101.203.10.1). Diese sagen unseren Laptops oder Handys wo also die ORF.at zu finden ist.
2) Neues Eltern-Konto („Admin“) und Änderung des bestehenden Kinderkontos
(Warum? Lese weiter unten in rot!)
Achtung! diese untere App funktioniert NUR wenn auf das Schul-Laptop nur das Konto Deines Kindes existiert (alle Laptops der Klasse sollten in diesem Zustand sein, solange die Eltern nichts daran geändert haben). Falls Du bereits neue Konten am Laptop installiert hast, funktioniert diese App nicht.
Bitte benütze diese App (Script) NICHT auf andere laptops oder computer, ausser dem Schul-Laptop, Du riskierst dort die Benützer durcheinander zu bringen!
- Clicke auf dem Download Knopf und lade die Datei Eltern-Konto.zip auf den Schul-Laptop und öffne sie dann dort, durch Doppelklick.
- Ziehe beide Dateien die drinnen sind, heraus aus dem ZIP-Datei-Fenster irgendwo auf Dein Bildschirm, zB. am Desktop. Wichtig ist, dass sie zusammen bleiben 🙂
Die Dateien heissen:
START eltern-admin erstellen.bat
script eltern-admin,kind-konto.ps1 - Klicke auf „START eltern-admin erstellen“ und warte.
Es gehen erst ein schwarzes und dann ein blaues Fenster auf, dazwischen wirst du gefragt, ob Du erlaubst, dass diese App Änderungen am Computer vornimmt (klicke bitte auf JA!). Eventuelle Sicherheits-Warnungen kannst Du ruhig mit „ja“ („erlauben!“) beantworten, denn dieses kleine Script/App macht nichts Schlimmes. - Es wird dann automatisch ein neues Konto am Laptop generiert, welches „eltern-admin“ heißt. Dazu wirst Du im blauen Fenster gefragt, welches Passwort Du für das neue „eltern-admin“ Konto wählen willst. Bitte schreibe Dir das Passwort separat gleich auf, und prüfe ob Du es genau richtig geschrieben hast! (sonst kannst Du nicht mehr ordentlich auf den laptop zugreifen!)
Erledigt. Du kannst nun das blaue Fenster schließen!
Ab diesem moment, wenn das Kind neue Software braucht oder sonstige wichtigere Änderungen am Laptop, muss es das Passwort des eltern-admin Kontos kennen. Das bisherige Kinder-Konto und -Passwort bleiben sonst unverändert.
Idee: das Kind soll keine Änderungen am System machen können, weil das sicherer ist und es kann dann keine Internet-Filter oder die Zeitsperre umgehen.
Auch wenn Du weitere Software für Kindersicherheit benützen willst, ist ein separater Eltern-Konto (Admin) sehr nützlich.
Eltern-Admin Konto und Kinder-Konto: Erklärung
das bisherige Kinder-Konto, das einzige am Laptop, wird zu einem nicht-admin-Konto verwandelt, mit dem man dann nicht mehr die Grundeinstellungen des computers ändern kann, und auch viele Programme nicht mehr installieren kann. Doch es bleiben Apps die auch ohne Admin-Rechte leicht zu installieren sind – um auch diese zu blockieren, musst Du noch eine separate Kindersicherheits-App installieren.
3) Installiere Salfeld Kindersicherung am Schul-Laptop und auf Dein Eltern-Handy
Warum ich das empfehle? Lies weiter unten in rot!
a) am Schul-Laptop die Salfeld Software von hier herunterladen: Salfeld Kinderschutz
* dann gleich installieren am Laptop (eventuell wird Windows Euch um das Admin-Password des Computers fragen).
* Hier alle Schritte zur Installation: Installation Windows | Salfeld
* Gibt eine Eltern-Email und ein Eltern-Passwort an.
* Salfeld fragt: welches Konto am Laptop soll geschützt werden? bitte wählt nur das Konto des Kindes, nicht auch ein Eltern-Admin Konto des Laptops!
b) Profil-Einstellungen für Salfeld
Diese Zip-Datei herunterladen, sie dann öffnen und die Datei salfeld einstell. 21.12.2025.ccf herausziehen, zB am Desktop.
c) im Internet zum Einstellungs-Portal von Salfeld gehen und dort mit den neuen Email+Passwort einloggen: Login Web Portal Salfeld
im Eltern-Konto des Portals, bitte hinunterscrollen bis zu „Sonstiges / Profile„.
Dort auf „Profile“ clicken und dann „Profil Laden“ und „Lokalen PC verwenden“ auswählen. Danach die Datei von Punkt b) (salfeld einstell. 21.12.2025.ccf ) vom Desktop auswählen und hochladen.
Damit ist Salfeld automatisch konfiguriert, und Ihr müsst Euch kein Kopfzerbrechen damit machen.
Mehr dazu weiter unten in rot!
d) falls das Kind auch ein Android Handy hat, und Ihr beides (Handy und Laptop) schützen wollt, dann Salfeld auch am Handy installieren: im PlayStore „Salfeld Kindersicherung“ suchen und am Handy installieren.
* Hier alle Schritte zur Installation: Installation Android | Salfeld Docs
* Angeben, dass es ein Kinder-Handy ist
e) Salfeld-Eltern-App am eigenen Android-Handy (der Eltern) installieren. Im PlayStore „Salfeld Kindersicherung“ suchen und am Handy installieren.
* Hier alle Schritte zur Installation: Installation Android | Salfeld Docs
* Angeben, dass es ein Eltern-Handy ist
Dies ermöglicht Euch, vom Handy aus die Kindersicherung zu überwachen oder zu ändern. Alternativ dazu kann man über das Web-Portal von einem beliebigen Gerät dies auch tun: Login Web Portal Salfeld
Warum Salfeld?
Ich habe Salfeld ziemlich umfangreich getestet, es wird von vielen Beratungsseiten empfohlen und bietet einen guten EU-konformen Datenschutz!
Ich habe ein fertiges Profil für Euch erstellt, so dass Ihr am Anfang nichts einstellen müsst. Lediglich diejenigen die andere Sperrzeiten oder Nutzungszeiten einstellen wollen, können es machen. Auch mehr Web-Filter kann man einstellen – momentan sind sie nur sehr einfach eingestellt. Wir können darüber später im detail sprechen.
Zur Zeit beinhalten die Salfeld-Einstellungen (laut den für Euch vorbereitetes Profil da oben!) folgendes:
- Das Laptop wird nur bez. eines Kontos überwacht (das Kinder-Konto)
- Wird komplett gesperrt zwischen 19:00 – 8:00 (Freitag und Samstag 20:30 – 8:00)
- Das Kind kann 2 Stunden Täglich sich mit „nichtschulischen“ Sachen am Laptop beschäftigen.
- Web-video-portale sind auf 1 Stunde pro Tag begrenzt
- Arbeits-Software für die Schule (Office-Paket und Teams) sind nicht vom Zeitlimit betroffen, damit das Kind in der Schule auch länger damit arbeiten kann, ohne das Tageslimit zu verbrauchen
- Webfilter sind auf ein Standard-Minimum eingestellt. Es ist empfehlenswert, dazu noch OpenDNS als Webfilter am Laptop zu installieren, siehe oben, Punkt 1)
Weitere, umfangreiche Infos, wie man Salfeld sehr persönlich und feinkörnig einstellen kann, sind hier zu finden: Salfeld Anleitung | Salfeld Docs
Salfeld ist ein guter Mittelweg zwischen Schutz, Sehr feinkörnige Einstellungsmöglichkeiten und Kosten.
Funktioniert auf: Windows (Schul-Laptop) und Android (Handy)
Für diejenigen die auch Apple geräte haben, empfehle ich QUSTODIO.
Kosten: Salfeld ist gratis die ersten 30 Tage (zum testen) danach bietet uns Dierk Salfeld (der Programmierer und Firmeninhaber) 25% Rabatt, bei mind. 10 Bestellungen (die wir irgendwie gemeinsam tätigen müssten).
Standardpreis (vor Rabatt) ist 30€ für 2 Jahre und ein Gerät.
Das heisst, für ein Handy und ein Laptop würde man 60€ / 2 Ja. zahlen,
mit Rabatt wären es dann 45€/2 Jahre, das sind 22,5€/Jahr.
Im Vergleich dazu kostet Qustodio 43€/Jahr (Basic) und 76€/Jahr (Complete), für bis zu 5 Geräte eines Kindes.
Analysierte Kinderschutz-Programme:
Justprog
Norton Family
Qustudio
Salfeld
Famisafe
Microsoft Family
MacOS Parental Controls
Aus meiner Sicht ist Salfeld am interessantesten, auch wenn nicht so einfach einstellbar. Es bietet die flexibelsten Einstellungen, für jede Art der Kindersicherung, und passt sich daher gut an verschiedene Elternvorstellungen an, als auch an das wachsende Kind. Einziger wichtiger Nachteil: ist für iPhones nicht geeignet.
Meine Erfahrungen mit Kinderschutz-Lösungen für die digitale Welt
Insgesamt fehlt heutzutage eine Software für Kindersicherheit, die sich einfach einstellen lässt – für den durchschnittlichen Bürger.
Alle Kindersicherheitsrichtlinien (von Österreich und der EU) sind zwar didaktisch gut aufbereitet, aber oft veraltet (die EU bietet eine Webseite die seit Windows 8 nicht mehr aktualisiert wurde!) und immer viel zu kompliziert (man kann keine klare Schlussfolgerung daraus ziehen! Selbst als erfahrener Mensch im Bereich IT!). Abgesehen von der „Erziehung der Eltern“, die zwar notwendig ist, damit sie wissen, was gut für das Kind ist, wäre eine Software notwendig, die alles anstelle der Eltern auf die Geräte des Kindes einstellt und nur einige grundlegende Entscheidungen abfragt.
Es ist absurd, dass man sich in solch umfangreicher Weise über alles informieren muss. Nimmt man es ernst, braucht man mindestens 100 Stunden Lesen, Recherche und Software-Testen, um für das eigene Kind eine vernünftige Lösung aufzustellen. Und selbst dann ist die Lösung nicht perfekt.
All das, weil sich die Gesellschaft und die Firmen, die mit dem Internet viel Geld verdienen, kaum Gedanken darüber machen, wie man dieses Problem gut lösen könnte. Die Firmen wie Google haben zum Thema Kinder eine ähnliche Einstellung wie früher die Tabakfirmen: Warum soll ich potenzielle zukünftige Kunden (sprich geräte- und internetabhängige Menschen) verlieren? Alles wird darauf ausgerichtet, dass das Internet gut und schön sei, Freiheit eben. Und das ganz einfach, weil die Leute umso mehr einkaufen, je mehr sie an ihren Bildschirmen hängen (24 Stunden am Tag), weil sie keine Zeit und Lust mehr haben, zu den realen Geschäften auf ihrer Gasse zu gehen.
Das Internet ist längst kein Wissensnetz mehr, sondern ein kommerzielles Netz (beinhart!). Das Wissen im Internet ist eine eher geringe Sparte (wie oft besucht man Wikipedia, prozentual betrachtet? 1 %?). Der Rest ist Konsum. Ob Kinder das schon früh lernen sollen, ist klar mit nein zu beantworten.
Das Internet ist längst kein Wissensnetz mehr, sondern ein kommerzielles Netz (ein beinhartes!). Das Wissen im Internet ist eine eher geringe Sparte (wie oft besucht man Wikipedia, prozentual betrachtet? 1 %?). Der Rest ist Konsum. Ob Kinder sich damit schon früh gewöhnen sollen, ist klar mit „nein” zu beantworten.
Klassischer Kommerz hat seine Grenzen, die Gesellschaft hat längst Moderationsmaßnahmen dafür entwickelt. Das Internet ist hingegen eine Form des aggressivsten Kommerzes und daher muss ein Kind davor geschützt werden. Es ist auch ein Ort der unbegrenzten Freiheiten, die sowohl Kindern als auch Erwachsenen schaden können. Dafür sind Maßnahmen notwendig. Wenn die Gesellschaft keine globalen Lösungen anbietet, muss man sie sich selbst schneidern.